Herstellung

GetreideAusschließlich Gerste dient der Herstellung, sie wird einige Tage in Quellwasser eingeweicht und danach zum Trocknen ausgebreitet. Unter ständigem Wenden beginnt sie zu keimen, durch den Einfluss von Enzymen wird dabei die entstehende Stärke in Zucker umgewandelt. Alsbald wird durch Trocknen dieser Quellvorgang abrupt beendet.

Attribute des späteren Lebenswassers werden durch die Art der Trocknung definiert. Das Aroma variiert je nach Stärke und Dauer des Torffeuers von leicht rauchig bis zu sehr kräftigem Rauchgeschmack. Rauchige, unter Verwendung von Torf noch bekräftigte Charakteristika gehen in den wachsenden Whisky ein. Nachdem die Mälze gemahlen, ausgiebig mit frischem Quellwasser bedacht und somit der Zucker separiert wurde, geht dieser sehr reichhaltige, süsse Sud über in die in großen Bottichen stattfindende Gärung. Hefe sorgt für einen amtlich durchdeklinierten Brauvorgang, gefolgt vom eigentlichen Brennen in kupfernen Brennblasen.

BrennkesselEs wird gebrannt, bis maximal 24%iges Kondensat entstanden ist. Dieser sogenannte Rohbrand wird in einer zweiten, kleineren Brennblase erneut erhitzt und schlussendlich destilliert, gefolgt von einer für schottische Verhältnisse überaus bezeichnenden dritten Destillation. Der gesammelte hochwertige Alkohol wird schließlich altehrwürdigen Eichenfässern anheim gegeben und mindestens über 3 Jahre in ihnen gelagert.

Will man spezifische Charakteristika erzielen, sind zwei Dinge von besonderer Bedeutung: Art und Dauer der anschließenden, weiteren Lagerung. Füllt man den jungen Whisky in Fässer, die vormals Sherry, Rum oder Portwein Asyl gaben, sorgt man für ganz eigene Nuancen. Dieser Vorgang, der gemeinsam mit der Lagerdauer letztendlich für die Differenzierung jedes einzelnen Whiskys sorgt, wird Finish genannt. Folgt nur noch das Abfüllen – entweder aus mehreren oder gar nur einem einzigen Fass. Hieraus speisen sich rare Eigenschaften, mehr und mehr zu Verkaufsrennern avancierend.

Bild-Brennkessel: © jens_jennsen / PIXELIO